Ein sehr wichtige Methode um seinem Mix zu optimieren.
Eine sehr gute Methode, um eine ausgeglichene Frequenzverteilung zu überprüfen, ist das sog. A/B-Hören.Es bezeichnet das vergleichende Hören zwischen zwei verschiedenen Produktionen. Man vergleicht also den Sound der eigenen Produktion mit anderen Produktionen.
Dazu empfehlen sich vor allem aktuelle Produktionen aus den Charts, denn dort kann man sich sicher sein, daß viel Aufwand getrieben wurde, einen optimalen Sound zu bekommen. Wichtig ist hierbei auch, daß man als Quelle die Original-CD des Künstlers benutzt. BeiCD-Compilations (Best of ABC, Chart-Hits XYZ u.s.w.) wird gelegentlich nachträgliche Klangbearbeitung durchgeführt (nochmalige Summen-Kompression, Lautstärke-Angleichung, EQing, gar Überspielungsfehler u.s.w.), so daß Originaltreue nicht immer gewährt ist.
MP3s aus dem Internet sollte man keinesfalls zum A/B-Hören verwenden. Abgesehen von dem Qualitätsverlust durch Datenreduktion - oft noch durch schlechte Kompressions-Algorithmen verursacht - sind Überpielungsfehler hier an der Tagesordnung.
Wichtig ist es außerdem, daß beide Quellen die gleiche Lautstärke haben. Außerdem sollte man sich beim A/B-Hören nicht davon täuschen lassen, daß die andere Produktion einen breiten Stereo-Sound besitzt, wenn der eigene Mix noch nicht mit Effekten versehen worden ist. Hier kann man einfach beide Quellen im MONO-Modus vergleichen.
Man sollte beide Quellen im schnellen direkten Zugriff haben. Dies ist meist kein Problem, da viele Hifi-Verstärker einen Regler zum Umschalten besitzen. Optimal ist hier eine Soundkarte mit 4 Ausgängen, denn so ist zusätzlich gewährleistet, daß die D/A-Wandler die gleiche Qualität besitzen. Denn es kann gut möglich sein, daß ältere oder billige CD-Player schlechte Wandler besitzen, die zu einer Verfälschung der Wiedergabe führen.
Man merkt, wie wichtig es ist, beim A/B-Hören Klangverfälschungen zu vermeiden. Denn was nützt einem das stundenlange Zurechttrimmen des Sounds, auf daß sie klingen möge wie die Lieblings-Produktion, wenn diese Produktion dann verfälscht wiedergegeben wird?
Der eigentliche Sinn des A/B-Hörens besteht darin, zu vermeiden, daß das menschliche Gehirn sich automatisch auf den aktuellen Sound einstellt. Wenn man beispielsweise den Höhen-Regler der Stereo-Anlage(zu) weit aufdreht, ihn dort für ca. 10 Minuten läßt und dann wieder zurückstellt, klingt der Sound auf einmal dumpf, wenn der Regler wieder auf seiner gewohnten Position steht. Nach kurzer Gewöhnungszeit empfindet man den Sound wieder als normal. Ein sogenanntes "absolutes"Gehör besitzen die wenigsten. Deshalb ist es moralisch keineswegs verwerflich, den Sound "abzukupfern". Es ist vielmehr sogar notwendig, eine Sound-Referenz zu haben, an der man seine eigene Produktion vergleichen kann.
Erklärung von Polarity aus dem Forum