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Fruity Loops Studio - Teil 1: Der Sampler Channel

Moin! Heute gehts um den Sampler Channel von FL Studio. Wer nicht genau weiss, wie er Ressourcen schonend produzieren kann, oder immer aufwendige Produktionsschritte macht, bzw. wer mit dem Gedanken spielt, sich Kontakt zu kaufen, aber FL User ist, sollte sich diesen noch einmal ganz genau anschauen. Der FL Sampler bringt so ziemlich alles mit, was der Verbieger von heute braucht. Auf gehts.!

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Getting Started

Als erstes empfehle ich für diejenigen, die es noch nicht gemacht haben, mal in den Settings unter General die Option "Show legacy precomputed effects" zu aktivieren.

Jetzt sind all diese Potis ganz unten in der SMP Registerkarte des Channels zu sehen.

Damit Ihr wisst, wovon Ich rede, hier alle 4 Standard Registerkarten im Überblick:

Teil 1: Sample/Shape Properties

In dieser Karte habt ihr diverse Optionen (Ich habe hier erstmal eine Snare geladen). Über das Batteriesymbol könnt ihr:

  • den Channel mit allen Einstellungen speichern
  • ihn einem freien Mixer Track zuweisen umbenennen und
  • habt Zugriff auf die Sample Options, die ihr auch durch einen Rechtsklick auf die Wellenform unten verwenden könnt
  • Sample Options: neu laden des Samples, Speichern unter..., Edit (im Edison), Tempobestimmung, Aufruf der Dateieigenschaften und die Spektrumansicht.

Damit habt ihr schon eine Menge an Möglichkeiten. Alternativ können Samples auch über das Ordnersymbol geladen werden, die gängige Methode ist jedoch, in den Settings unter Files den Ordner einzubinden, wo eure Samples lagern, und dann über den Browser (F8) zu suchen, mit Linksklick vorzuhören, und dann über Rechtsklick- Open in new Channel zu öffnen. Im Dropdown- Menü neben dem Ordnersymbol könnt ihr Samples laden, die sich bereits im Projekt befinden, oder den Channel leeren (none).

Die Wave Optionen beinhaltet Keep on disk, also streamen von Audio direkt von der Festplatte, die anderen drei sind in der Praxis sehr selten. Bei Interesse schaut euch die Hilfe an.

Unter Loop findet ihr die Option Use loop points. Sehr wichtig, wenn ihr, dazu später, die Samples geloopt habt, muss das natürlich aktiv sein. Wenn ihr geloopte Drumsamples habt, und diese im Step-Sequenzer verwendet, deaktiviert diese Option. Per Ping pong loop könnt ihr Samples vorwärts und rückwärts im Wechsel loopen. Auch sehr nice, bspw. bei Claps.mp3.

Darunter findet ihr die Timestretch- Sektion. Wählt im Dropdown Menü die für euer Stretchingvorhaben passendste Option, also den passendsten Algorithmus aus. Mit Resample seit ihr meist gut bedient. Aber auch dynamikschonende (Transient) oder Pitchschonende (Tonal) Optionen solltet ihr ausprobieren.

Über den Timepoti bestimmt ihr die Zeit; per Rechtsklick habt ihr diverse Optionen die dann das Sample auf vorgesyncte Intervalle stretchen, plus die Autodetect- Option, mit der Ihr das Tempo des Samples herausfinden könnt. Der MULPoti ermöglicht euch die Multiplikation des Stretching im Bereich -400% bis +400%. Der Pitchpoti, ganz klar, ermöglicht die Tonhöhenabstimmung im Bereich von 2 oktaven also -1200ct bis +1200ct. Wenn ihr gerade die Länge eines Samples gestreckt oder gestaucht habt, könnt ihr mittels Maus3 oder Rechtsklick - Reset den ursprünglichen Pitch wiederherstellen.

Die darunter liegenden Precomputed Effects erlauben euch folgendes:

  • DC Versatz entfernen (Remove DC offset), also das vertikale zentrieren.
  • Das Normalisieren (Normalize), sehr geile Option! Um ein 0db lautes Sample zu bekommen ist also kein Wavelab mehr erforderlich.
  • Invertieren des Samples (Reverse); hilfreich und Bombeneinfach, funzt aber nur, wenn das Sample keine Loopinformationen enthält.
  • Stereo-Crossfade von links nach rechts (Fade stereo),
  • Vertauschen von linker und rechter Seite (Swap stereo), und
  • Invertieren der Polarität (Reverse polarity); mit die wichtigste Sache hier, und das einfach auf Knopfdruck! Besonders beim layern könnt ihr so von vornherein Phasenschweinereien und die Frage "Wo is mein Punch??" schnell vom Tisch fegen. Hört selbst.mp3 (3x ohne, 3 mal mit reverseder polarity)

Darunter befinden sich 5 richtig heiße Knöpfe. Mit den Potis IN und OUT erstellt ihr ganz fix und easy Fades (rein, raus oder beides). Ihr könnt den OUTPoti auch wie ich verwenden, um von Nebengeräuschen belastete Sampleenden wegzucutten. Der dritte Poti ist der Pogoeffekt, der einen Pitchbend Effekt auf euer Sample legt - POGO.mp3 Der TRIMPoti entfernt unnötige Stille aus dem Sample; Sehr nützlich bei unsauber gecutteten Samples.

Der CRFPoti erzeugt einen Loop in eurem Sample, also einen Intervall, indem sich die geladene Wellenform, das Sample also, Ständig wiederholt. Somit könnt ihr den Samplerchannel auch als Synthie benutzen. Ladet einfach eine Wellenform (im Netz findet ihr diverse zum Download, oder schaut im Browser unter Packs- Shapes), und looped diese mit dem Poti auf 0% (oder auch mehr wenns was bringt).

Dieser Poti ist fundamental! Mit Ihm und den bereits genannten und noch kommenden Möglichkeiten, könnt ihr eine irrsinnige Menge an FX und Sounds generell kreieren, und das alles in nur einem Channel! Zwei Beispiele.

Und das ist alles nur mit der ersten Registerkarte realisiert, es wird also noch richtig lustig, in den nächsten Teilen (Filter, LFOs, Envelopes). Mal davon ab, dass ein Großteil dieser Optionen auch in Verbindung mit den FL Synthis zur Verfügung steht.

Nun also weiter mit den Legacy effects. Nützlich bei zu leisen Samples, oder zum Verzerren: der AMPpoti. Der FX1 Poti macht dasselbe, nur weniger heftig. Jetzt wirds nochmal spannend. Die beiden SINE FX- Potis halten eine Super AM Modulation für euch bereit, links der Regler für den Mix, rechts für den ModulationSpeed. So wird aus einer Snare mal ganz fix ein freaky Percussion Ding: Perc.mp3

Daneben gleich sogar noch ein LowPass-Filter. Ganz normal, Cutoff und Resonance, zack bum. In Verbindung mit der AM Modulation geht dann richtig die Post ab. Hiermit würde ich jedoch NUR Grundwerte einstellen, und auch nur, wenn sich dies anbietet, da diese Regler nicht automatisiert werden können!

Ein Reverb folgt auf dem Fuße, sogar mit 2 Typen, der jedoch nicht sonderlich gut klingt, vergesst ihn lieber schnell, es sei denn, es soll mal schnell n bisschen destructed klingen... Dann der Stereodelay (S.DEL Poti) als letztes. Sehr nützlich, geht schnell und macht müde samples Stereo! Geil für Claps oder Pads.

Soviel erstmal zur ersten Registerkarte. Im nächsten Teil gehts dann weiter mit den Instrument Properties (INS). Dort erwartet uns jeweils ein Envelope + LFO pro Parameter Panning, Volume, Cutoff, Resonance und Pitch; eine Filtersektion mit 8 Filtertypen; und die Routenote und Keyrange Optionen für die MIDIasten.

Dieses Tutorial wurde von Hermann Haase geschrieben

Kommentare / Comments

tOASt

big up herb!
von mir gibts das "banner der arbeit" in gold, für den fleißigsten tutorial-schreiber...

Wicked

hi

ich hab da ma ne frage: undzwar wie kann ich nen sample auf meinen midi controller in fl laden?

ich hab da auf youtube nen vid gesehen wo folgendes stand:
", but wat i did i just assignend every button or fader to an midi input @ fl studio.. so the volume fader on the keyboard i assigned to a filter thats behind the distortion of the kick.. and with the keyboard buttons i assigned to a loop that was going to play than.. (mute on/off)"

nur wie geht das?^^

mfg ;)

Wicked

sorry für doppel post :( is mir voll entfallen das vid noch dazu zuposten^^

http://www.youtube.com/watch?v=mFDPTdZOt7A


mfg

herbsedalic

Wenn du ein Sample spielen möchtest, eine Klaviernote oder dergleichen, genügt es, das Sample im Browser zu suchen, rechtsklick, >open in new sampler channel< und schon kann es losgehen.
Wenn du Effekte, oder deren Intensität, respektive irgend einen anderen Parameter über einen Midicontroller anzusteuern, musst du lediglich den jeweiligen Regler rechts anklicken, und im Menü nun >Link to Controller< wählen; dann einfach den Regler am Midigerät bewegen, der den Parameter steuern soll und fertig, FL weisst automatisch zu.
Wenn du Nicht FL Vsts aufs Midi zuweisen willst:
Schau hier rein: http://producer-network.de/diskussionen/forum/?m=2&id=9080
Gruss H.

Apotheist

dann könnte man ja glatt wieder einen blick ins angestaubte fruity loops 3 werfen

kid kozmoe

schöne sache, gefällt mir! bin noch nie auf die legacy effects gestoßen, danke dafür!

EinKlangProGramm

Mann mann mann... *Orden rauskram*

Thumbs Up für so viel gute Arbeit. Uuuuuuuuuuund:

...endlich mal jemand der Deutsch kann...

H.P.

Ich frage mich die ganze Zeit,wie man Sample Startpunkt und Endpunkt einstellen kann...Scheint es nicht zu geben...Das Sample fängt immer bei Null an...Ganz schöner Bullshit...

herbsedalic

Ich weiss leider nicht, welche Version du verwendest.
Aber ab der 8 kannst du einfach rechts auf das Sample klicken, im Browser oder im Samplerchannel-Fenster, und auf "Edit...".
Dann öffnet sich der "Edison", ein Plugin von Image-Line. Dort gehts dann problemlos den Sample-Start zu definieren. Schau einfach mal rein.

H.P.

Sehr erfreut,deine Nachricht zu lesen! Habe FL Studio 8 XXL. Ich war mir eigentlich hundertprozentig sicher, auf dem Samplewindow alle möglichen Sorten von Klicks ausprobiert zu haben, ohne eine zusätzliche Funktion zu finden. Nach deinem Hinweis IST da plötzlich was :D
Ich danke dir und wünsche dir viele herbs oder was auch immer...;)

BTW, hast du zufällig "irgendwo" ein deutsches Benutzerhandbuchdokument herumliegen? Das englische ist schon eine Zumutung, weil es nicht ins Detail geht. Ich frage mich zum Bleistift immer noch, wie man Sendeffekte damit realisiert. Gibts noch nen Tipp von dir?

H.P.

Ok, i got it...Trotzdem danke...

joop

"sorry für doppel post :( is mir voll entfallen das vid noch dazu zuposten^^

http://www.youtube.com/watch?v=mFDPTdZOt7A

mfg"

in deiesem video wird aber nicht nur der sample vom keyboard getriggert, sondern der jeweilige pattern.
siehe "playlist- live mode"

option -> settings -> midi -> wähle den midi kanal für playlist live mode
(hier findest du auch den marker midichannel und den generator muting midichannel)
jedoch brauchst du jeweils ein midi-keyboard.

in der playlist öffne das options menu und setze das häckchen bei Livemode.
jede taste (von c-4 beginnend) ist einem pattern zuweisen.

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