Ich (Ingo aka XitriX) wurde gefragt, ob ich nicht mal was konstruktives beitragen könnte, anstatt immer nur zu meckern und die leute zu polarisieren. da dachte ich mir so: "warum eigentlich nicht...". Ich hab mal dieses Tutorial geschrieben, welches sich mit dem thema pads auseinandersetzt. die ist der erste teil meiner tutorialsammlung. es werden insgesamt 4 oder 5 werden. Die folgenden Themen werden behandelt:
Als erstes möchte ich hier das endergebnis zeigen, um das es hier geht. das hört sich so an: Endergebnis
Erste frage: was braucht man alles dafür? im prinzip braucht man nur zwei synthesizer und einen sampler. ich habe noch einen dritten synth dazugenommen, um das rauschen autonom regeln zu können. ich habe in diesem falle mal den polysix von korg genommen (als software). man kann aber auch jeden x biliebigen anderen synth nehmen, sofern er 2 oszillatoren hat. so sieht er aus, der kollege:

in der folgenden grafik habe ich mal mit pfeilen aufgezeigt, wo ich was verändert habe:

es geht los mit einer simplen sägezahnwelle (1)
soundbeispiel: Sägezahn
Danach habe ich einfach einen sogenannten suboszillator hinzugefügt. man kann bei anderen synths einfach der zweiten oszillator dazuschalten und ihn um eine oktave (also 12 halbtonschritte) nach unten verstimmen(2).
das hört sich dann so an: Sub vom Sägezahn
klingt auf jeden fall schon dicker, aber mit einem schönen pad hat das noch nichts zu tun. schon folgt der nächste streich. ich schalte einfach einen ensemble effekt an(3). dieser effekt für dem grundklang ober und unterwellen hinzu. so entstehen schwebungen und der sound wird breiter. das hört sich so an: Ensemble
nun gut. wir kommen der sache schon näher. ein pad besteht fast nie aus einzelnen tönen, sondern aus akkorden. ich hab hier als beispiel mal Amoll gegriffen: A-Moll
Alles was jetzt noch gemacht werden muss, ist ein bisschen an den hüllkurven rumzuspielen (längerer attackwert, längerer release - müsster einfach mal ausprobieren - halt so, wie es euch am besten gefällt
ich mag sehr gerne butterweiche pads, deshalb habe ich den cutoff des tiefpassfilter ziemlich weit runtergedreht. bei folgendem soundbeispiel habe ich nichts weiter verändert - wie gesgt nur die hüllkurven so eingestellt, bis es mir gefiel. folgende akkorde habe ich gespielt: "Cis moll, Fis, Emoll" das hört sich dann so an: Akkorde Single
hört sich doch schon ganz nice an. jetzt kommt aber etwas sehr wichtiges: damit die pads diesen "LTJ bukem charakter" bekommen habe ich die eingespielte spur einfach verdoppelt und auf eine neue spur gelegt. auf dieser neuen spur habe ich ebenfalls eine instanz vom polysix geöffnet und den gleichen padsound aufgerufen.
Das wichtige ist jetzt, dass ich die zweite instanz des polysix um 7 halbtonschritte nach oben transponiert habe (man könnte auch die oszillatoren des synths so verstimmen - da hat man den gleichen effekt). ich habe nur noch die hüllkurfen etwas angepasst, bis es mir wieder gefallen hat. dann hat es sich schon so angehört: Akkorde Doppelt
jetzt haben wir schon viel geschafft. der padsound klingt mir aber noch ein wenig zu unspektakulär. man kann pads immer schön atmosphärisch machen, in dem man ein moduliertes rauschen dazumischt. zu diesem zweck habe ich den ES1 von logic hergenommen. so sieht er aus:

wie die pfeile schon zeigen, habe ich zuerst den zweiten oszillator dazu gebracht, dass er rauschen generiert(1) und das mischungsverhältnis beider oszillatoren so eingestellt, dass nur der suboszillator mit dem rauschen schwingt(2). danach noch flux die hüllkurve und filter so angepasst, dass das rauschen gaaaanz langsam einschwingt und lange ausklingt (3). mit den beiden pads von vorher klingt das dann so: Akkorde Doppelt mit Noise
so - fast geschafft. als letztes habe ich noch einen kleinen effektsound hinzugefügt, der selbstverständlich auch aus unserem selber generierten pad besteht - hier wird nicht geschummelt ich habe einfach das pad resampled und in den logic internen sampler EXS24 gepackt. so sieht er aus:

ich habe allerdings nicht einen ganzen akkord resampled sondern nur eine note, damit ich auf der tastatur auch noch akkorde spielen kann. der pfeil auf dem bild zeigt auf die modulationsmatrix des EXS24. ich habe das da so eingestellt, dass der cutoff des filters durch lfo2 und lfo1 moduliert wird, was zur folge hat, dass sich der sound immer schön selber moduliert.
Dann noch einen stinknormalen phaser drauf und ein effekt, der das signal in rhytmischen sequenzen zerschneidet. ich hab dafür das hier genommen:

das wars. das endergebnis ist hier: Fertiges Soundfile
Text von Ingo / XitriX
schönes tut, ich frage mich nur wie ich das mit dem rauschen ohne den es1 aus logic z.B. in cubase hinkriege?
btw: ...ich habe einfach das pad resampled und in den logic internen sampler EXS24 gepackt. so sieht er aus:
ich glaub da fehlt ein bild..
najo, würde mich über hilfe freuen :)
Ja das Bild vom ESX24 hat gefehlt. Nun drin!
du kannst eigentlich jeden x biliebigen synth nehmen, der einen rauschgenerator hat und das sind 99% aller subtraktiven synths
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